Effizienz der Verwaltung

Die Gemeindeverwaltung ist Dienstleister für die Bevölkerung. Die Einwohnerinnen und Einwohner sind somit deren Kundinnen und Kunden. Die Gemeindeverwaltung arbeitet für sie und stellt deren Bedürfnisse an erste Stelle in ihrer Arbeit. Mir ist es wichtig, dass Kunden-Anliegen stets ernst genommen werden und Ressourcen zielgerichtet sowie effizient eingesetzt werden.

2 Antworten zu «Effizienz der Verwaltung»

  1. Isabelle Körber sagt:

    Sehr geehrter Herr Thurau

    Ihr Wort in Gottes Ohr – so wäre es eigentlich richtig. Freut mich, dass ich in ihren Augen als ‚Kundin‘ betrachtet werde. Darf ich Sie fragen, wie Sie persönlich zur Selbtsbestimmungs-Initiative stehen?

    Besten Dank und

    Mit freundlichen Grüssen

    Isabelle Körber

    Pünt 7
    8598 Bottighofen
    079-226 58 23

    1. Michael Thurau sagt:

      Sehr geehrte Frau Körber

      Entschuldigen Sie bitte, dass ich mich erst jetzt melde. Leider gab es mit der Homepage ein technisches Problem, weshalb ich erst heute per Zufall herausgefunden habe, dass Sie mit einer Frage an mich gelangten. Die Abstimmung ist nun schon gelaufen, trotzdem möchte ich Ihnen aber noch meine persönliche Meinung dazu abgeben.

      Ich bin überzeugt, dass es der Schweiz gut ansteht, wenn sie auch weiterhin einen Grad an Unabhängigkeit bewahrt. Ich bin ein Verfechter des bilateralen Weges, der aber dort Grenzen hat, wo wir uns von Dritten hinsichtlich unserer Werte und Haltungen reinreden lassen müssen. Zusammenarbeit in vielen Bereichen ist notwendig und sinnvoll und wir müssen dabei auch unsere Beiträge für ein gutes Zusammenleben leisten.

      Wir haben in den letzten Jahrzehnten gute Erfahrungen gemacht und man weiss auch, dass gewisse Länder interessiert unsere Vorgehensweisen und Lösungen studieren um sie allenfalls in ihren Ländern umzusetzen. Wir sind ein innovatives Land, mit einer grossen Bereitschaft uns für unser Land und Leute einzusetzen. Vielleicht wäre im Nachhinein betrachtet der EWR doch nicht so eine schlechte Lösung gewesen. Andererseits müssen wir uns einfach auch unserer Stärken bewusst sein und diese auch in Verhandlungen einbringen.

      Manchmal würde ich mir wünschen, dass man seitens der Regierung auch standhafter bliebe und nicht wegen jedem «kleinen» Gegenwind nachgibt. Wenn man nur schon den Bankenbereich anschaut, leidet unser System unter dem Druck, der durch andere Länder ausgelöst wurde. Profitiert haben gerade diese Länder, die die Schweiz unter Druck setzten. Ich bin für Steuergerechtigkeit, aber das was man zum Teil akzeptiert hat, wäre nicht immer notwendig gewesen.

      Mir ist wichtig, dass unseren Anliegen und Werten Sorge getragen wird, weshalb ich es nicht angebracht finde, dass wir uns auch rechtlich immer mehr an die EU binden. Auf der anderen Seite ging die Selbstbestimmungs-Initiative zu weit. Ich wünsche mir aufgrund der Diskussionen, die rund um diese Initiative geführt wurden, dass nach Lösungen gesucht wird, wo unsere eigenen Rechtsvorschriften in wichtigen Bereichen immer noch mehr Gewicht haben, als alle «fremden Richter».

      Betreffend meinen Aussagen zum Dienstleistungsgedanken in der Gemeinde möchte ich noch etwas ergänzen. Im Rahmen meiner beruflichen Arbaeit stelle ich fest, dass dieser Gedanke je länger desto mehr nicht mehr so stark zu spüren ist. Ich finde das schade und bin überzeugt, dass wir viel mehr erreichen können, wenn man jeden Tag bei der Arbeit so lebt und seine Dienst-«Leistung» erbringt. In Bottighofen wird dem nach meiner Meinung noch Sorge getragen. Das Ziel muss in dem Fall sein, dass man das als Einwohnerin und Einwohner auch spürt, wenn man an die Gemeinde gelangt. Dies in jedem Fall und mit jeder Frage.

      Freundliche Grüsse

      Michael Thurau

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